Und so ist es letztendlich tatsächlich geschehen...am 29.10.2002 war es soweit - und alle Mühen waren mit einem Male vergessen.
Niemand konnte es verhindern, und - eine wichtige Erkenntnis - niemand wollte es verhindern.
Im Nachhinein betrachtet war alles gar nicht soo schlimm; zu dieser Einsicht kommt man aber wirklich erst im Nachhinein.
Sollte es Leser geben, die sich vielleicht auch einmal in dieses Abenteuer stürzen wollen, möchten wir als Tipps und zur Ermutigung Folgendes anmerken:
Zunächst einmal kann ich nur dazu raten, frühzeitig persönlichen Kontakt zu Standesamt und Ausländeramt aufzunehmen (persönlich hieß in unserem Fall ein gemeinsames Vorsprechen direkt am Tag nach unserer Rückkehr aus Fuerteventura und noch vor Katjas Wiederabreise)...wirklich nur dort kann man sich eigentlich bestmöglich über die benötigten Dokumente und den zeitlichen Ablauf informieren lassen (die Beamtin beim Ausländeramt kannte ich ja schon genügend von den vorangegangenen Visabeschaffungen; beim Standesamt sind wir leider zunächst mal auf einen untergeordneten Beamten gestoßen, der für unseren Fall nicht sonderlich kompetent erschien).
Immer dran denken, dass dies die entscheidenden Ansprechpartner sind...das ganze Prozedere ist sowieso (zumindest zu unserer Zeit) von Bundesland zu Bundesland und wahrscheinlich auch von Amt zu Amt unterschiedlich.
Jedenfalls erschien mir dieser "offizielle" Weg der Beantragung eines Hochzeitsvisums, der mir auch dringend und überzeugend angeraten wurde, letztlich gefahrloser und auch unkomplizierter als die natürlich auch existierende Möglichkeit der Einreise mit einem Touristenvisum und einer Hochzeit aus diesem Status heraus.
Die bürokratischen Hindernisse bei der Beschaffung der benötigten unterschiedlichen Dokumente samt beglaubigter Übersetzungen waren sicherlich nicht gering (wobei der schwierigere Teil sicherlich von Katja in Russland zu bewältigen war), aber auch eine Reihe von Jahren später bleibt letztlich nur Eines zu konstatieren:
Es hat sich gelohnt!