Da(s) sind wir
Unsere Geschichte
Kreta 2009
Tag 1-6
Tag 7-10
Tag 11-14
2 Wochen...33 Bilder
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24.09.  Wieder ging es heute Richtung Süden, allerdings stand diesmal unsere erste Schlucht im Mittelpunkt unserer Bemühungen...die Imbros-Schlucht sollte bezwungen werden. Laut unserem Reiseleiter handelte es sich hierbei ja nur um einen Spaziergang für 100jährige mit kaputten Hüften.
Da die Anfahrt unproblematisch war und nicht allzu lange dauerte, begannen wir unsere Wanderung gleich bei dem ersten Hinweisschild und der ersten Parkgelegenheit - nicht ahnend, dass es für faulere Gemüter auch noch einen späteren Einstieg zur Schlucht gibt...aber nicht mit uns!
Dafür waren wir dann auch am Ende der Schlucht unbeabsichtigt wieder etwas voreilig und nahmen den dort angebotenen "Bus" zurück nach Imbros statt den Rest des Weges bis Komitades auch noch zu laufen. Aber was soll´s; so kamen wir dann eher in den Genuss des Höllenritts auf der Ladefläche eines Pick-Ups...mit 70 km/h (oder waren es mehr?) durch die unzähligen Serpentinen.
Fazit: Die Imbros-Schlucht ist sicherlich nicht besonders lang und nicht besonders schwierig, bietet aber doch mehr an Holprigkeiten und Naturschönheiten als von uns vermutet...es lohnt sich.
Danach mit dem eigenen Auto die Serpentinen wieder hinunter (in etwas vorsichtigerer Weise als unser Chauffeur zuvor) nach Chora Sfakion, wo es außer einem kurzen Bummel durch den Hafen samt Essenspause jedoch nicht so viel zu entdecken gab - jedenfalls wenn man sich eine ausgedehnte und bergige Wanderung Richtung Westen nicht (mehr) antun will.
Stattdessen hieß unser letztes Ziel für heute Frangokastello, wo das dortige Kastell noch einmal Eindrücke für die Augen und der davor liegende Strand Abkühlungsmöglichkeiten für den Körper bot.
Mit der Rückfahrt zum Hotel waren wir an diesem Tag 110 km unterwegs.

25.09.  Der heutige Schwerpunkt galt der Entdeckung der angeblich schönsten Stadt Kretas, der früheren Hauptstadt Chania.
Was wir jedoch zunächst einmal zu bewältigen hatten, war ein einzigartiges Verkehrsgewühl...um die Hafengegend einigermaßen zielgerichtet und ohne Blessuren zu erreichen, sind gute Nerven durchaus von Vorteil.
Bei etwas stabilerem Sonnenschein hätten sich die vielen venizianischen Häuser rund um den Hafen sicher noch prächtiger präsentiert, aber auch so genossen wir die Aussicht vom oberhalb gelegenen Fort Firkas und aus allen anderen Perspektiven...für die (fast) komplette Umrundung bis hin zum Leuchtturm an der Spitze der gegenüberliegenden Mole und wieder zurück kann man schon eine gewisse Zeit veranschlagen. Danach ging es dann durch die vielen engen Gassen der Altstadt mit ihren zahlreichen Tavernen und Läden - Shopping war angesagt.
Obwohl...ja, ich muss gestehen, dass ich viel eher zur Weiterfahrt drängte als es meiner Frau recht war.
Denn auch heute sollte ja noch eine weitere Strandkulisse in Augenschein genommen und angetestet werden...so stürzten wir uns erneut in´s Straßengetümmel und fanden den Weg nach Stavros am Ende der Akrotiri-Halbinsel.  Die Taverne dort war okay, der Strand umsäumte eine fast kreisrunde badewannenähnliche Bucht, ein paar wenige Regentröpfchen fielen auch noch, und es zog uns früher als sonst zurück zum Hotel...es war nicht unser bester Tag.
Gefahrene Kilometer: 110

26.09.  Nach dem etwas kürzeren Tag gestern haben wir uns für heute etwas mehr vorgenommen...eine Tour von 250 km sollte am Ende dabei herauskommen.
Hauptziel: Karibikflair am Strand von Elafonisi an der Südwestspitze Kretas!
An der gut ausgebauten Straße in Richtung Südwesten bot sich als Zwischenstopp die Höhle der Agia Sofia ein Stückchen oberhalb der Straße an, und die paar Meter Steigung haben sich tatsächlich gelohnt. Ein großer beeindruckender "Saal" voller Tropfsteinsäulen samt einer kleinen Kapelle; selbst in die hinterste Ecke kann man vordringen wenn man Dunkelheit und Glätte nicht fürchtet.
Schon nicht mehr weit von Elafonisi entfernt dann noch ein Abstecher zum Kloster Chrissoskalitissa; hier laden die Klosterkirche, ein kleines Museum samt Ausstellungskammer des angeblich einzigen Mönches und der herrliche Blick auf´s Meer zur Besichtigung ein.
Aber dann konnte uns nichts mehr halten und es ging endgültig ab Richtung Karibik. Und ja, dieser Strand mit seinen vielen herrlichen Farben im Wasser, dem rosafarbenen Sand an der Wasserkante und den weißen Dünen auf der vorgelagerten Insel ist tatsächlich einzigartig. Und diese Insel, die zu Fuß durch das Wasser zu erreichen ist, bot zumindest zu dieser Jahreszeit jede Menge ruhige Flecken zum Sonnen und Baden...in der Hochsaison soll Elafonisi ja mittlerweile sehr überlaufen sein.
Hier und jetzt jedenfalls war es wunderschön!
Aber wir hatten ja noch etwas vor...also ging es dann doch irgendwann wieder ab in´s Auto und in Richtung Norden. Diesmal allerdings auf der Straße direkt oberhalb der Westküste, und es boten sich alle naselang tolle Panoramen sowohl auf die Berge des Hinterlandes als auch hinunter auf die Küste wobei das warme Nachmittagslicht die reinste Freude für jeden Fotografen war.
Am Ende dieser Panoramastrecke dann noch hinab zum Strand von Falassarna und zu den Ausgrabungen von Resten der hier an der Bergwand liegenden antiken Stadt. Nach dem rosa Sand von Elafonisi hätten wir ja auch gerne noch den goldenen Sand von Falassarna erlebt, aber dafür hätte die Sonne dann wohl noch ein wenig tiefer stehen müssen. Für uns war der Tag jedoch auch so anstrengend und vor allem schön genug; ziemlich spät waren wir wieder im Hotel.

27.09.  Weniger Auto, dafür mehr Laufen - das war das Motto für heute. Der Fohrer sollte seine Zuverlässigkeit beweisen und uns eine Rundwanderung ermöglichen wie sie dort auf Seite 542 beschrieben ist...von Xiro Chorio in der Nähe von Rethymon über Chromonastiri durch die Mili-Schlucht wieder zurück.
Und ja, der Fohrer hatte Recht; die Anfahrt war tatsächlich so schlecht ausgeschildert, dass ich irgendwann an einem kleinen Dorfplatz anhielt und einem älteren Herrn die Skizze unserer Wanderung unter die Nase hielt...und die Auskunft erhielt, dass wir uns mitten in Xiro Chorio, genau am Ausgangspunkt unserer Wanderung befanden.
Und so verlief auch tatsächlich lange Zeit alles planmäßig und bestens beschrieben, und wir waren sicher, deutlich weniger als die veranschlagten 5 Stunden zu benötigen.
Aber da war ja noch die Mili-Schlucht, eigentlich ganz einfach auf einem mit roten Punkten markierten Pfad zu durchqueren. Wenn wir am Beginn der Schlucht nur mal konsequenter nach dem ersten Punkt Ausschau gehalten hätten, statt einem anderen deutschen Paar schnellen Schrittes auf einem nur andeutungsweise erkennbaren Pfad Richtung Schluchtgrund zu folgen. Fast undurchdringliches Brombeergestrüpp, ein kaum überquerbarer Bach, Zäune, Bäume, Kletterpartien...irgendwann kamen wir vier dann alle gemeinsam zu der Erkenntnis, dass es hier kein Durchkommen gab und drehten um. Und siehe da, am Beginn der Schlucht, da war ja noch ein Weg, eigentlich viel besser erkennbar, und sogar ein roter Punkt..........was soll ich sagen? Durch dieses kleine Intermezzo waren wir nach ziemlich genau fünf Stunden wieder am Ausgangspunkt.
Fahrtstrecke: 60 km

 

 

 

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